CDU

Seitenwechsel: Warum ich in die CDU eintrat

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Eine Journalistin, die in eine Partei eintreten möchte? Warum nicht einfach nur sympathisieren? Die Entscheidung, von der berichtenden auf die agierende Seite zu wechseln, habe ich mir nicht leicht gemacht. Die Mitgliedschaft in der CDU ist ein Bekenntnis zur sozialen Marktwirtschaft, zur gesellschaftlichen Anerkennung der Rolle der Familie, zu stabilen staatlichen Verhältnissen, wie ich sie anders als meine Großeltern und Eltern seit frühester Kindheit erleben durfte – und das dank Helmut Kohl –  und  vor allem ein Bekenntnis zum großen „C“ in der CDU, zum christlichen Menschenbild.

Heimat ohne Nationalismus

Ich bin Mutter zweier Kinder, katholisch und seit sieben Jahren selbstständige Journalistin. Ausgebildet in Hannover und London habe ich mich für die Rückkehr in meine Heimatstadt Wernigerode entschieden. Heimat ohne Nationalismus. In meiner Zeit als Redakteurin der Volksstimme habe ich Menschen aller gesellschaftlichen Schichten kennengelernt. Menschen, die alt und jung, arm und reich waren. Behinderte und Kleinkinder, Senioren und Alleinerziehende. Unternehmer und Arbeitslose, die sich mit den Ämtern um Zuschüsse für Heizkosten streiten. Diese Menschen sind es, die unsere Stadt Wernigerode ausmachen. Sie leben und arbeiten hier, sie bringen sich in Vereinen ein, viele engagieren sich ehrenamtlich. Die CDU als Volkspartei und Partei der Mitte steht für all diese Menschen. Sie steht damit auch für eine Umverteilung von oben nach unten. Für Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, für sozialen Ausgleich und einen verbindlichen christlichen Wertekanon.

Schröpfen des Mittelstands

Doch diese Umverteilung zugunsten von Familien und einer starken Mittelschicht ist massiv gestört in Wernigerode. Wichtige Vorhaben wie die Sanierung der Schulen, der Bau neuer Kindertagesstätten, die Instandhaltung der Straßen und der Hochwasserschutz sind über viele Jahre vernachlässigt worden, um Investitionen in die touristische Infrastruktur trotz Baupfusch, Fehlplanungen und Kostensteigerungen weiter voranzutreiben. Blind wird an Grundsatzbeschlüssen festgehalten. Gleichzeitig soll die Grundsteuer erhöht werden; es wurden bereits die Beiträge für die Kindertagesstätten und der Hebesatz für die Gewerbesteuer angehoben – beides trifft den Mittelstand empfindlich.

Steuererhöhungen trotz guter Wirtschaftslage

Kurzum: Trotz der glänzenden wirtschaftlichen Entwicklung der vergangenen Jahre mit sprudelnden Steuereinnahmen wird der kommende Haushalt nur mit großen Einschnitten beschlossen werden können. In den aktuell fetten, wirtschaftlich starken Jahren müssten Schulden abgebaut, in die städtische Infrastruktur investiert und die Verwaltung ins digitale Zeitalter geführt werden, anstatt neue Kredite für weitere Prestigeprojekte abzurufen und die Steuern zu erhöhen.

Als Journalistin habe ich von Vorgängen erfahren, über die ich nicht nur berichten wollte, sondern die ich in ihren Anfängen politisch beeinflussen wollte, ohne meine journalistische Neutralität zu verletzen. Ich glaube, dass mir meine Mitgliedschaft in der CDU ermöglicht, mich in den politischen Prozess einzubringen und mich für die Inhalte einzusetzen, mit denen ich mich identifiziere.

Julia Bruns
Mitglied der CDU 

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Konservativ – Was ist das und wie viel steckt davon in der CDU?

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(Pressemitteilung der Jungen Union Wernigerode)

Mit dem Ausgang der Bundestagswahl bestätigte sich die CDU erneut als stärkste Kraft. Dennoch sorgt das Wahlergebnis innerparteilich für wenig Euphorie. Viele CDU-Mitglieder sehen den Grund für das diskutable Wahlergebnis in unzureichend kommunizierten konservativen Werten und Standpunkten, wodurch Raum für die Etablierung einer anderen Partei gelassen wurde. Grund genug um herauszufinden wie stark das konservative Standbein der Christdemokraten (noch) ist und welche Tendenzen sich diesbezüglich ableiten lassen.

Aus diesem Grund lud Michael Reichel (Vorsitzender Junge Union Wernigerode, Mitgliederbeauftragter CDU Wernigerode) am 04.10.2017 zur Veranstaltung „Konservativ – Was ist das und wie viel steckt davon in der CDU?“ ein. Das dieses Thema sehr gefragt ist, zeigte die Gesamtzahl der teilnehmenden Parteifreunde zu denen u.a. Angela Gorr (Mitglied des Landtags, Vorsitzende CDU Wernigerode), Roland Richter (Vorsitzender Fraktion CDU / Haus und Grund Wernigerode), Uwe Albrecht (Stadtratspräsident Wernigerode), Roger Laube (Vorsitzender Junge Union Harz) und weitere Stadträte gehörten. Als Gastredner stellte Ingo Gondro (stellvertretender Bundesvorsitzender WerteUnion, stellvertretender Vorsitzender WerteUnion Land Sachsen-Anhalt) seine wertvolle Zeit gerne zur Verfügung und berichtete über aktuelle konservative Aktivitäten in der CDU auf Bundes- sowie Landesebene. Herr Gondro, welcher selbst den Konservativen Kreises bereits im Jahr 2004 initiierte und gründete, berichtete über die Bestrebung hin zur Anerkennung eines Landesverbandes als Heimat für Mitglieder des konservativen Flügels der CDU in Sachsen-Anhalt.

Im Rahmen der offenen Diskussionsrunde wurden die zentralen Themen Familie, Innere Sicherheit, Landwirtschaft, Bildung und Heimatverbundenheit bezüglich ihrer konservativen Bezüge vertieft besprochen. So bekennen sich die Konservativen beispielsweise zu mehr Wertschätzung und Anerkennung gegenüber den Polizeibeamten, wozu auch ausreichende personelle Kapazitäten gehören. Zudem soll es, aus Sicht der konservativen Parteimitglieder, möglich sein, dass ein Bekenntnis zum Patriotismus nicht zur Stigmatisierung führt, sondern Heimatliebe viel mehr ein Zeichen der Verbundenheit, der eigenen Identität und dem Stolz auf das von der Bundesrepublik erreichte sein darf.

Zum Ende des Abends betonte Michael Reichel, dass er sich mit der Jungen Union in Wernigerode auf einem soliden und vernünftigen Weg bestätigt fühlt, denn das Motto der Jungen Union ist: „Politik muss stets aus dem Blickwinkel von Familien betrachtet und gedacht sowie ausschließlich für Familien gemacht werden.“ Diese Haltung lasse sich sodann auf sämtliche Bereiche wie u.a. Wirtschaft, Bildung und Innere Sicherheit übertragen und erzeuge somit nachhaltige Synergien auf Bundes-, Landes- aber auch Kommunalebene. „Die Familie ist unser höchstes Gut.“, so der JU-Vorsitzende.

Ingo Gondro
Referent Ingo Gondro mit Mitgliedern der JU Wernigerode und der CDU Wernigerode.