Feuersteinarena Schierke: JU betrachtet Kostensteigerungen mit Sorge

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(Pressemitteilung der Jungen Union Wernigerode)

Michael ReichelWie aus Presse-, Hörfunk-und sozialen Medien sowie von Seiten der Stadtverwaltung Wernigerode bekannt gemacht wurde, erhöhen sich die Kosten für die Fertigstellung der Feuersteinarena in Schierke erneut deutlich, sodass die diesbezügliche Finanzierbarkeit wieder zu verhandeln sein wird. Als Mitglieder der Jungen Union sehen wir die bisherigen Kostensteigerungen bei den vielfältigen Projekten in Schierke überaus kritisch und verfolgen die aktuelle Entwicklung mit großer Skepsis und Sorge. Weder erschließt sich für uns der Mangel an transparenten Mitteilungen seitens der Stadtverwaltung, wie es zu derartigen Kostenexplosionen kommt und welche Personen sich konkret verantwortlich zeigen, noch haben wir Verständnis für die Wegnahme oder Verschiebung dringend notwendiger Investitionen im Kontext der Pflichtaufgaben der Stadt Wernigerode.

Ferner hat die Hinterlassenschaft von nicht ausgeglichenen Haushalten in der Perspektive sowie dauerhaft horrenden Unterhaltungskosten für die Stadt Wernigerode einen unangenehmen Nachgeschmack. Für die Generation unserer Kinder ist jetzt (!) ein verantwortungsvoller Umgang mit Investitionen und planbaren Folgekosten unabdingbar und nicht verhandelbar – die Stadt Wernigerode möchte sich ja nachhaltig präsentieren.

Wir sagen:

Wernigerode hat kein Einnahmeproblem, sondern unter der aktuellen Führung ein Ausgabenproblem.

Wir wollen wissen:

Wer ist verantwortlich für die Fehlplanungen in Schierke und die mangelhafte Kommunikation gegenüber den Bürgern? Welche Konsequenzen resultieren und sind konkret zu erwarten?

Im Namen des Vorstands

Michael Reichel
Vorsitzender Junge Union Wernigerode

Schierke-Arena
Entwurf der Schierke-Arena durch das Planungsbüro GRAFT & Partner ((c) GRAFT).
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Junge Union Wernigerode besuchte Fachstelle für Suchtberatung

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(von Benjamin Künne)

Am 16.03.17 luden Michael Reichel (Vorsitzender der Jungen Union und Mitgliederbeauftragter der CDU Wernigerode) sowie Thomas Leubner (B.A. Erziehungswissenschaften / Soziologie) zur Diskussionsveranstaltung „Kommunale Suchtprävention“ in die Fachstelle für Suchtprävention, Degenerstraße 8, Wernigerode ein. Seit dem Jahr 2000 befindet sich hier die „Fachstelle für Suchtprävention“ des Diakonie-Krankenhaus Elbingerode. CDU und die JU freuten sich sehr über die Teilnahme von Parteimitgliedern und interessierten Bürgern.

Michael Reichel eröffnete den Abend mit einem kurzen Begrüßungswort und stellte einleitend die besondere Bedeutung der Thematik dar. So hob Herr Reichel hervor, dass das Thema Sucht ein ganzheitlich zu betrachtendes sowie gesamtgesellschaftliches Phänomen sei. Sowohl für die Betroffenen selbst, aber auch für Arbeitgeber und Angehörige sowie Freunde und für die Politik seien Suchterkrankungen relevant. Er verwies an dieser Stelle darauf, dass dies ganz besonders für das politische Handeln gelte: „Politik muss stets aus Sicht der Familien betrachtet und für diese umgesetzt werden. Aus diesem Grunde sind wir hier.“

Referent Thomas Leubner hielt sodann seinen sehr informativen Vortrag und ermöglichte den Teilnehmern einen umfangreichen Einblick in die Arbeit der Fachstelle und den dazugehörigen Einrichtungen. So beschrieb Herr Leubner die aktuelle Lage des Drogenkonsums in Deutschland. „Die Situation ist besorgniserregend“, so Herr Leubner. Jedes Jahr sterben in Deutschland ca. 100.000 Menschen einzig durch Rauchen, gefolgt von ca. 74.000 Alkoholtoten, ca. 4.000 Toten durch Medikamentenmissbrauch und ca. 4000 Drogentoten. Besonders Sachsen-Anhalt nehme eine unrühmliche Rolle ein. In unserem Bundesland liegt das Einstiegsalter für den ersten Konsum von Alkohol bei 13 Jahren und der erste Rausch werde mit 14 Jahren erlebt. Von der Präventionsstelle werden u.a. 8 Projektschulen im Landkreis Harz betreut. An diesen Schulen finden jährlich Präventionsprojekte statt, weitere Schulen sollen hinzukommen. Auch ein großer Umfang an Gremienarbeit gehöre zum Tätigkeitsprofil. „Leider ist unser Kontingent damit ausgeschöpft. Wir verfügen über zwei Präventionsfachkräfte im gesamten Harzkreis. Sehr gerne würden wir mehr unternehmen, aber uns fehlen Geld und Personal.“

Michael Reichel sieht hier Handlungsbedarf, denn die Finanzierung von Suchtprävention müsse auf eine breite Basis in Bund, Ländern und Kommunen gestellt werden. So ergänzte Herr Reichel: „Suchtprävention beginnt mit einem stabilen, selbstwertstärkenden sozialen und familiären Umfeld für unsere Kinder. An dieser Stelle können die Fachkräfte sensibilisieren und für Eltern, Erzieher und Lehrer Ansätze bieten. Im Verhältnis betrachtet ist diese Arbeit deutlich kostengünstiger und mutmaßlich effizienter als eine spätere Suchtrehabilitation mit vorgreifender Entgiftung sowie langjähriger Nachbetreuung.“

Suchtberatung Wernigerode
Besuch der Jungen Union in der Wernigeröder Fachstelle für Suchtberatung am 16.03.2017.