Junge Union

Junge Union Wernigerode wählt neuen Vorstand

Gepostet am Aktualisiert am

Am 13.10.2018 kam die Junge Union Wernigerode zusammen, um den neuen Vorstand zu wählen. Der vorherige und einstimmig wiedergewählte Vorsitzende, Michael Reichel, hob in seiner Ansprache besonders hervor, dass es heutzutage keine Selbstverständlichkeit sei, dass Organisationen für Nachwuchspolitiker stetig neue Mitglieder hinzu gewinnen. Dies sei der JU in Wernigerode jedoch gelungen, was Herr Reichel auf die attraktiven Veranstaltungen, wie bspw. den „JU-Stammtisch“ oder die regelmäßig wiederkehrenden „JU vor Ort“-Termine zurückführt. „Wir haben bewiesen, dass wir uns wirklich für die Themen unserer Bürger interessieren, diese ernst nehmen und den Menschen auf Augenhöhe begegnen. Es ist uns wichtig zu wissen, was in einem Familienzentrum geschieht und wie eine Suchtberatungsstelle Betroffene sowie Angehörige berät. Es sind die realen Sorgen, aber auch Freuden, welche am familiären Esstisch besprochen werden und das Gehör der Politik finden müssen. Wir hören zu und wir agieren!“, so Michael Reichel.

Ferner habe die JU mit ihrer kommunizierten konservativen Haltung punkten können. „Die Bürger in Wernigerode und Umgebung wissen wofür wir stehen. Wir setzen uns dafür ein, dass das Waldsterben im Harz nicht undiskutiert bleibt, denn es gehört in den öffentlichen Fokus. Es geht um nicht weniger, als um unsere geliebte Heimat.“ so der Vorsitzende weiter und ergänzte, dass sich die JU auch weiterhin gegen Steuererhöhungen in Wernigerode aussprechen werde. Reichel gab zudem an, dass dies seine letzte Amtszeit als Vorsitzender sein werde. „Es ist sehr bedeutsam für mich, dass die Nachfolge des Vorsitzenden rechtzeitig eingeläutet und vorbereitet wird. Da ticke ich anders, als unsere Kanzlerin. Zudem kann ich die modernen Medienkanäle bei weitem nicht so produktiv nutzen, wie unsere jungen Mitglieder. Die JU-Zukunft gehört dem Nachwuchs!“

Mit der Aufstellung des neuen Vorstandes, vertreten durch Thomas Steimecke (Stellvertreter), Oliver Zeiss (Stellvertreter), Roger Laube (Beisitzer), Benjamin Künne (Beisitzer) und Maximilian Graf (Beisitzer) sind die Weichen für die kommenden 2 Jahre gestellt, sodass die Junge Union Wernigerode optimistisch in die Zukunft blickt.

JU WR Vorstand 2018
Von links nach rechts: Benjamin Künne, Roger Laube, Michael Reichel, Oliver Zeiss, Maximilian Graf, Thomas Steimecke

 

Advertisements

Seitenwechsel: Warum ich in die CDU eintrat

Gepostet am Aktualisiert am

DM2A1689

Eine Journalistin, die in eine Partei eintreten möchte? Warum nicht einfach nur sympathisieren? Die Entscheidung, von der berichtenden auf die agierende Seite zu wechseln, habe ich mir nicht leicht gemacht. Die Mitgliedschaft in der CDU ist ein Bekenntnis zur sozialen Marktwirtschaft, zur gesellschaftlichen Anerkennung der Rolle der Familie, zu stabilen staatlichen Verhältnissen, wie ich sie anders als meine Großeltern und Eltern seit frühester Kindheit erleben durfte – und das dank Helmut Kohl –  und  vor allem ein Bekenntnis zum großen „C“ in der CDU, zum christlichen Menschenbild.

Heimat ohne Nationalismus

Ich bin Mutter zweier Kinder, katholisch und seit sieben Jahren selbstständige Journalistin. Ausgebildet in Hannover und London habe ich mich für die Rückkehr in meine Heimatstadt Wernigerode entschieden. Heimat ohne Nationalismus. In meiner Zeit als Redakteurin der Volksstimme habe ich Menschen aller gesellschaftlichen Schichten kennengelernt. Menschen, die alt und jung, arm und reich waren. Behinderte und Kleinkinder, Senioren und Alleinerziehende. Unternehmer und Arbeitslose, die sich mit den Ämtern um Zuschüsse für Heizkosten streiten. Diese Menschen sind es, die unsere Stadt Wernigerode ausmachen. Sie leben und arbeiten hier, sie bringen sich in Vereinen ein, viele engagieren sich ehrenamtlich. Die CDU als Volkspartei und Partei der Mitte steht für all diese Menschen. Sie steht damit auch für eine Umverteilung von oben nach unten. Für Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, für sozialen Ausgleich und einen verbindlichen christlichen Wertekanon.

Schröpfen des Mittelstands

Doch diese Umverteilung zugunsten von Familien und einer starken Mittelschicht ist massiv gestört in Wernigerode. Wichtige Vorhaben wie die Sanierung der Schulen, der Bau neuer Kindertagesstätten, die Instandhaltung der Straßen und der Hochwasserschutz sind über viele Jahre vernachlässigt worden, um Investitionen in die touristische Infrastruktur trotz Baupfusch, Fehlplanungen und Kostensteigerungen weiter voranzutreiben. Blind wird an Grundsatzbeschlüssen festgehalten. Gleichzeitig soll die Grundsteuer erhöht werden; es wurden bereits die Beiträge für die Kindertagesstätten und der Hebesatz für die Gewerbesteuer angehoben – beides trifft den Mittelstand empfindlich.

Steuererhöhungen trotz guter Wirtschaftslage

Kurzum: Trotz der glänzenden wirtschaftlichen Entwicklung der vergangenen Jahre mit sprudelnden Steuereinnahmen wird der kommende Haushalt nur mit großen Einschnitten beschlossen werden können. In den aktuell fetten, wirtschaftlich starken Jahren müssten Schulden abgebaut, in die städtische Infrastruktur investiert und die Verwaltung ins digitale Zeitalter geführt werden, anstatt neue Kredite für weitere Prestigeprojekte abzurufen und die Steuern zu erhöhen.

Als Journalistin habe ich von Vorgängen erfahren, über die ich nicht nur berichten wollte, sondern die ich in ihren Anfängen politisch beeinflussen wollte, ohne meine journalistische Neutralität zu verletzen. Ich glaube, dass mir meine Mitgliedschaft in der CDU ermöglicht, mich in den politischen Prozess einzubringen und mich für die Inhalte einzusetzen, mit denen ich mich identifiziere.

Julia Bruns
Mitglied der CDU