JU Wernigerode

Konservativ – Was ist das und wie viel steckt davon in der CDU?

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(Pressemitteilung der Jungen Union Wernigerode)

Mit dem Ausgang der Bundestagswahl bestätigte sich die CDU erneut als stärkste Kraft. Dennoch sorgt das Wahlergebnis innerparteilich für wenig Euphorie. Viele CDU-Mitglieder sehen den Grund für das diskutable Wahlergebnis in unzureichend kommunizierten konservativen Werten und Standpunkten, wodurch Raum für die Etablierung einer anderen Partei gelassen wurde. Grund genug um herauszufinden wie stark das konservative Standbein der Christdemokraten (noch) ist und welche Tendenzen sich diesbezüglich ableiten lassen.

Aus diesem Grund lud Michael Reichel (Vorsitzender Junge Union Wernigerode, Mitgliederbeauftragter CDU Wernigerode) am 04.10.2017 zur Veranstaltung „Konservativ – Was ist das und wie viel steckt davon in der CDU?“ ein. Das dieses Thema sehr gefragt ist, zeigte die Gesamtzahl der teilnehmenden Parteifreunde zu denen u.a. Angela Gorr (Mitglied des Landtags, Vorsitzende CDU Wernigerode), Roland Richter (Vorsitzender Fraktion CDU / Haus und Grund Wernigerode), Uwe Albrecht (Stadtratspräsident Wernigerode), Roger Laube (Vorsitzender Junge Union Harz) und weitere Stadträte gehörten. Als Gastredner stellte Ingo Gondro (stellvertretender Bundesvorsitzender WerteUnion, stellvertretender Vorsitzender WerteUnion Land Sachsen-Anhalt) seine wertvolle Zeit gerne zur Verfügung und berichtete über aktuelle konservative Aktivitäten in der CDU auf Bundes- sowie Landesebene. Herr Gondro, welcher selbst den Konservativen Kreises bereits im Jahr 2004 initiierte und gründete, berichtete über die Bestrebung hin zur Anerkennung eines Landesverbandes als Heimat für Mitglieder des konservativen Flügels der CDU in Sachsen-Anhalt.

Im Rahmen der offenen Diskussionsrunde wurden die zentralen Themen Familie, Innere Sicherheit, Landwirtschaft, Bildung und Heimatverbundenheit bezüglich ihrer konservativen Bezüge vertieft besprochen. So bekennen sich die Konservativen beispielsweise zu mehr Wertschätzung und Anerkennung gegenüber den Polizeibeamten, wozu auch ausreichende personelle Kapazitäten gehören. Zudem soll es, aus Sicht der konservativen Parteimitglieder, möglich sein, dass ein Bekenntnis zum Patriotismus nicht zur Stigmatisierung führt, sondern Heimatliebe viel mehr ein Zeichen der Verbundenheit, der eigenen Identität und dem Stolz auf das von der Bundesrepublik erreichte sein darf.

Zum Ende des Abends betonte Michael Reichel, dass er sich mit der Jungen Union in Wernigerode auf einem soliden und vernünftigen Weg bestätigt fühlt, denn das Motto der Jungen Union ist: „Politik muss stets aus dem Blickwinkel von Familien betrachtet und gedacht sowie ausschließlich für Familien gemacht werden.“ Diese Haltung lasse sich sodann auf sämtliche Bereiche wie u.a. Wirtschaft, Bildung und Innere Sicherheit übertragen und erzeuge somit nachhaltige Synergien auf Bundes-, Landes- aber auch Kommunalebene. „Die Familie ist unser höchstes Gut.“, so der JU-Vorsitzende.

Ingo Gondro
Referent Ingo Gondro mit Mitgliedern der JU Wernigerode und der CDU Wernigerode.
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Junge Union Wernigerode besuchte Fachstelle für Suchtberatung

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(von Benjamin Künne)

Am 16.03.17 luden Michael Reichel (Vorsitzender der Jungen Union und Mitgliederbeauftragter der CDU Wernigerode) sowie Thomas Leubner (B.A. Erziehungswissenschaften / Soziologie) zur Diskussionsveranstaltung „Kommunale Suchtprävention“ in die Fachstelle für Suchtprävention, Degenerstraße 8, Wernigerode ein. Seit dem Jahr 2000 befindet sich hier die „Fachstelle für Suchtprävention“ des Diakonie-Krankenhaus Elbingerode. CDU und die JU freuten sich sehr über die Teilnahme von Parteimitgliedern und interessierten Bürgern.

Michael Reichel eröffnete den Abend mit einem kurzen Begrüßungswort und stellte einleitend die besondere Bedeutung der Thematik dar. So hob Herr Reichel hervor, dass das Thema Sucht ein ganzheitlich zu betrachtendes sowie gesamtgesellschaftliches Phänomen sei. Sowohl für die Betroffenen selbst, aber auch für Arbeitgeber und Angehörige sowie Freunde und für die Politik seien Suchterkrankungen relevant. Er verwies an dieser Stelle darauf, dass dies ganz besonders für das politische Handeln gelte: „Politik muss stets aus Sicht der Familien betrachtet und für diese umgesetzt werden. Aus diesem Grunde sind wir hier.“

Referent Thomas Leubner hielt sodann seinen sehr informativen Vortrag und ermöglichte den Teilnehmern einen umfangreichen Einblick in die Arbeit der Fachstelle und den dazugehörigen Einrichtungen. So beschrieb Herr Leubner die aktuelle Lage des Drogenkonsums in Deutschland. „Die Situation ist besorgniserregend“, so Herr Leubner. Jedes Jahr sterben in Deutschland ca. 100.000 Menschen einzig durch Rauchen, gefolgt von ca. 74.000 Alkoholtoten, ca. 4.000 Toten durch Medikamentenmissbrauch und ca. 4000 Drogentoten. Besonders Sachsen-Anhalt nehme eine unrühmliche Rolle ein. In unserem Bundesland liegt das Einstiegsalter für den ersten Konsum von Alkohol bei 13 Jahren und der erste Rausch werde mit 14 Jahren erlebt. Von der Präventionsstelle werden u.a. 8 Projektschulen im Landkreis Harz betreut. An diesen Schulen finden jährlich Präventionsprojekte statt, weitere Schulen sollen hinzukommen. Auch ein großer Umfang an Gremienarbeit gehöre zum Tätigkeitsprofil. „Leider ist unser Kontingent damit ausgeschöpft. Wir verfügen über zwei Präventionsfachkräfte im gesamten Harzkreis. Sehr gerne würden wir mehr unternehmen, aber uns fehlen Geld und Personal.“

Michael Reichel sieht hier Handlungsbedarf, denn die Finanzierung von Suchtprävention müsse auf eine breite Basis in Bund, Ländern und Kommunen gestellt werden. So ergänzte Herr Reichel: „Suchtprävention beginnt mit einem stabilen, selbstwertstärkenden sozialen und familiären Umfeld für unsere Kinder. An dieser Stelle können die Fachkräfte sensibilisieren und für Eltern, Erzieher und Lehrer Ansätze bieten. Im Verhältnis betrachtet ist diese Arbeit deutlich kostengünstiger und mutmaßlich effizienter als eine spätere Suchtrehabilitation mit vorgreifender Entgiftung sowie langjähriger Nachbetreuung.“

Suchtberatung Wernigerode
Besuch der Jungen Union in der Wernigeröder Fachstelle für Suchtberatung am 16.03.2017.