Grundsteuer

Seitenwechsel: Warum ich in die CDU eintrat

Gepostet am Aktualisiert am

DM2A1689

Eine Journalistin, die in eine Partei eintreten möchte? Warum nicht einfach nur sympathisieren? Die Entscheidung, von der berichtenden auf die agierende Seite zu wechseln, habe ich mir nicht leicht gemacht. Die Mitgliedschaft in der CDU ist ein Bekenntnis zur sozialen Marktwirtschaft, zur gesellschaftlichen Anerkennung der Rolle der Familie, zu stabilen staatlichen Verhältnissen, wie ich sie anders als meine Großeltern und Eltern seit frühester Kindheit erleben durfte – und das dank Helmut Kohl –  und  vor allem ein Bekenntnis zum großen „C“ in der CDU, zum christlichen Menschenbild.

Heimat ohne Nationalismus

Ich bin Mutter zweier Kinder, katholisch und seit sieben Jahren selbstständige Journalistin. Ausgebildet in Hannover und London habe ich mich für die Rückkehr in meine Heimatstadt Wernigerode entschieden. Heimat ohne Nationalismus. In meiner Zeit als Redakteurin der Volksstimme habe ich Menschen aller gesellschaftlichen Schichten kennengelernt. Menschen, die alt und jung, arm und reich waren. Behinderte und Kleinkinder, Senioren und Alleinerziehende. Unternehmer und Arbeitslose, die sich mit den Ämtern um Zuschüsse für Heizkosten streiten. Diese Menschen sind es, die unsere Stadt Wernigerode ausmachen. Sie leben und arbeiten hier, sie bringen sich in Vereinen ein, viele engagieren sich ehrenamtlich. Die CDU als Volkspartei und Partei der Mitte steht für all diese Menschen. Sie steht damit auch für eine Umverteilung von oben nach unten. Für Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, für sozialen Ausgleich und einen verbindlichen christlichen Wertekanon.

Schröpfen des Mittelstands

Doch diese Umverteilung zugunsten von Familien und einer starken Mittelschicht ist massiv gestört in Wernigerode. Wichtige Vorhaben wie die Sanierung der Schulen, der Bau neuer Kindertagesstätten, die Instandhaltung der Straßen und der Hochwasserschutz sind über viele Jahre vernachlässigt worden, um Investitionen in die touristische Infrastruktur trotz Baupfusch, Fehlplanungen und Kostensteigerungen weiter voranzutreiben. Blind wird an Grundsatzbeschlüssen festgehalten. Gleichzeitig soll die Grundsteuer erhöht werden; es wurden bereits die Beiträge für die Kindertagesstätten und der Hebesatz für die Gewerbesteuer angehoben – beides trifft den Mittelstand empfindlich.

Steuererhöhungen trotz guter Wirtschaftslage

Kurzum: Trotz der glänzenden wirtschaftlichen Entwicklung der vergangenen Jahre mit sprudelnden Steuereinnahmen wird der kommende Haushalt nur mit großen Einschnitten beschlossen werden können. In den aktuell fetten, wirtschaftlich starken Jahren müssten Schulden abgebaut, in die städtische Infrastruktur investiert und die Verwaltung ins digitale Zeitalter geführt werden, anstatt neue Kredite für weitere Prestigeprojekte abzurufen und die Steuern zu erhöhen.

Als Journalistin habe ich von Vorgängen erfahren, über die ich nicht nur berichten wollte, sondern die ich in ihren Anfängen politisch beeinflussen wollte, ohne meine journalistische Neutralität zu verletzen. Ich glaube, dass mir meine Mitgliedschaft in der CDU ermöglicht, mich in den politischen Prozess einzubringen und mich für die Inhalte einzusetzen, mit denen ich mich identifiziere.

Julia Bruns
Mitglied der CDU 

Advertisements