Kommunalwahl 2014

JU-Kandidatencheck: Thomas Steimecke (Listenplatz 13)

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Thomas SteimeckeIn den verbleibenden 48 Stunden vor der Wahl wollen wir hier im Blog die Mitglieder der Jungen Union vorstellen, die zur Kommunalwahl am 25. Mai auf der Liste der CDU Wernigerode kandidieren. Heute: Thomas Steimecke, Jahrgang 1988, Wirtschaftsingenieur (B.Sc.) und Master-Student an der TU Clausthal.

Seit wann bist du schon Mitglied der CDU und weshalb bist du eingetreten?

Ich bin Mitglied der CDU seit Anfang 2006. Damals habe ich zusammen mit zwei Freunden dazu entschlossen politisch aktiv zu werden. Wir waren zu dieser Zeit noch in der Schule und wollten damit der Politikverdrossenheit, gerade unter Schülern, entgegenwirken. Bereits in der Schüler Union konnten wir in verschiedenen Bereichen auf die Politik der CDU einwirken.

Was interessiert dich an Politik auf kommunaler Ebene?

An der Kommunalpolitik interessiert mich, dass man hierbei direkt vor Ort etwas bewegen kann. Man kann hier bei Angelegenheiten mitentscheiden, welche direkt vor der eigenen Haustür stattfinden. Auf kommunaler Ebene ist es möglich, mit Entscheidungsträgern schnell ins Gespräch zu kommen und Probleme direkt anzusprechen.

Warum kandidierst du für den Stadtrat und für welche Ziele möchtest du dich dort einsetzen?

Seit der Kommunalwahl 2009 gehöre ich dem Wernigeröder Ordnungsausschuss als Sachkundiger Einwohner an. Diese Arbeit hat mir in den vergangenen Jahren sehr viel Spaß gemacht. Daher habe ich mich entschiedenen, in diesem Jahr für den Stadtrat zu kandidieren. Ich möchte so nicht nur die Geschicke unserer Stadt aktiv mitgestalten, sondern auch andere junge Menschen ermutigen, sich an der Kommunalpolitik zu beteiligen.

Im Stadtrat möchte ich mich für generationenübergreifende Themen und für den Erhalt der Attraktivität der Stadt Wernigerode einsetzen. Aus diesem Grund werden für mich der Abbau von Schulden und eine nachhaltige Gestaltung der Finanzen im Mittelpunkt stehen. Projekt wie z.B. das Eisstadion in Schierke sehe ich eher kritisch, da hierdurch Kosten entstehen können, die wir uns in Zukunft nicht mehr leisten können. Um diese Kosten dann stemmen zu können, wird es vielleicht nötig sein Steuern und Abgaben zu erhöhen oder durch Kürzung bei anderen freiwilligen Maßnahmen die Einnahmen der Stadt zu vergrößern. Dies kann nicht Ziel einer nachhaltigen Politik sein!

Wie lautet dein persönlicher Tipp für die Sitzverteilung im neuen Stadtrat?

Mein persönlicher Tipp für die Stadtratswahl lautet, dass die CDU die stärkste politische Kraft im Rat bleibt. Es wäre wünschenswert, wenn die CDU hierfür ihren Sitzanteil von 14 Sitzen noch weiter steigern könnte.

Wahlplakate
Gemeinsam mit CDU-Stadtratskandidat André Weber bei der Plakatierung zur Kommunal- und Europawahl 2014.
JU Wernigerode
Als Mitglied des Ordner-Teams beim Besuch von Angela Merkel in Wernigerode am 22.08.2013 (Foto: JU Pankow).
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Wer in Wernigerode kandidiert: Frauenanteile und Altersspannen

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(von Christian Reinboth)

Nachdem der Wahlausschuss der Stadt Wernigerode nun bereits vor einigen Wochen über die Zulassung der Kandidatinnen und Kandidaten zur im Mai anstehenden Stadtratswahl entschieden hat, möchte ich heute einmal einen Blick auf die Statistik hinter den Listen der sieben zur Wahl stehenden Parteien werfen. Wie beim Grünen-Blogger Till Westermayer, der sich hier, hier und hier recht intensiv mit den Freiburger Kommunalwahlkandidaten auseinandergesetzt hat, bietet dieser Blick sicher genügend Stoff für mehrere Blogartikel, weshalb ich mich heute zunächst auf eine rein explorative Betrachtung beschränken möchte.

Insgesamt hat der Wahlausschuss genau 87 Kandidatinnen und Kandidaten auf die 41 Mandate unseres Stadtrates zugelassen, von denen 27 für die CDU, 20 für die SPD, 18 für die Linke, 7 für Bündnis90/Grüne, 9 für Haus & Grund sowie jeweils 3 für FDP und die Piratenpartei antreten, die als Newcomer diesmal erstmalig auf dem Wahlzettel stehen. Die anderen sechs Parteien sind derzeit bereits mit 39 von 41 Sitzen im Stadtrat vertreten (die momentane Sitzverteilung ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen), die aktuell ebenfalls mit einem Mandat vertretene NPD hat für die anstehende Wahl erfreulicherweise keine Kandidaten gemeldet und scheidet somit aus dem nächsten Stadtrat aus. Die Tabelle gibt neben der Anzahl der Kandidatinnen und Kandidaten pro Partei sowie der aktuellen Sitzverteilung Auskunft über den Anteil an weiblichen Kandidatinnen auf den Parteilisten, das Durchschnittsalter der Kandidatinnen und Kandidaten, die Altersspanne der Listen sowie die Akademikerquote, wobei letztere aufgrund des Interpretationsspielraums bei den angegebenen Berufsbezeichnungen mit einer gewissen Unsicherheit behaftet ist.

Partei Kandidaten Frauenanteil Durchschnittsalter Altersspanne Akademikeranteil Sitze
CDU 27 25,9% 47,9 Jahre 23 – 73 Jahre 37,0 % 14
SPD 20 20,0% 54,0 Jahre 25 – 73 Jahre 60,0 % 13
Linke 18 38,9% 53,2 Jahre 26 – 76 Jahre 50,0% 8
Grüne 7 42,9% 48,7 Jahre 36 – 69 Jahre 57,1% 1
FDP 3 0,0% 35,0 Jahre 25 – 47 Jahre 0,0% 1
HuG 9 22,2% 56,8 Jahre 39 – 80 Jahre 55,6% 2
Piraten 3 0,0% 35,7 Jahre 23 – 55 Jahre 0,0% 0
Gesamt 87 26,4% 50,5 Jahre 23 – 80 Jahre 46,0% 39

Bei der Betrachtung der Zahlen fällt zunächst einmal auf, dass der Frauenanteil über alle Parteilisten hinweg deutlich unter den 50% liegt, die im politischen Raum vielfach angestrebt werden. Insgesamt sind 26,4% aller Listenkandidaten weiblich, wobei die CDU mit einem Frauenanteil von 25,9% nur noch von den Linken mit 38,9% und den Grünen mit 42,9% überboten wird, während sich sowohl für die FDP als auch für die Piratenpartei gar keine Kandidatinnen zur Wahl stellen. Dafür dass der CDU häufig – fälschlicherweise – nachgesagt wird, sie werde von Männern gehobenen Alters dominiert, heben sich sowohl unser Anteil an Kandidatinnen als auch das Durchschnittsalter unserer Wahlliste klar positiv von einigen unserer politischen Wettbewerber ab: Mit einem Altersdurchschnitt von 47,9 Jahren stellt die CDU dank zahlreicher JU-Kandidaten sogar die drittjüngste Liste, die nur noch von FDP und Piraten – mit allerdings jeweils nur drei Kandidaten – unterboten wird. Die Altersmediane liegen übrigens so dicht an den hier aufgeführten arithmetischen Mitteln, dass ich auf eine separate Ausweisung beider Mittelwerte verzichtet habe. Die Altersspannen lassen erahnen, dass es in diesem Jahr wirklich parteiübergreifend gelungen ist, Kandidatinnen und Kandidaten aller Altersgruppen für den Wahlkampf zu motivieren, wobei sich natürlich die spannende Frage stellt, inwiefern wohl die Wählerinnen und Wähler diese breite Basis am Wahltag durch ihre Stimmverteilung wieder verkleinern werden.

Geschlecht
Absolute Verteilung der Geschlechter über die sieben zugelassenen Wahlvorschlagslisten.

 

In der Tabelle findet sich darüber hinaus die Akademikerquote, d.h. der Anteil an Kandidatinnen und Kandidaten, die eine akademische Ausbildung durchlaufen haben. Die Angabe steht beispielhaft für eine ganze Reihe von möglichen Verteilungen – z.B. die Anteile von selbständig/abhängig Beschäftigten, die Anteile von Berufstätigen/Rentnern oder eine Aufteilung nach Berufsgruppen – die aus den vorhandenen Daten (bei den bereits erwähnten Ungenauigkeiten) noch extrahiert werden könnten. Etwaige Wünsche und Anregungen für weitere Auswertungen werden – analog zu diesem Versuch einer Crowdsourcing-Statistik aus 2011 – in den Kommentaren natürlich gerne entgegengenommen. Die der gelegentlichen Arbeiterrhetorik zum Trotz starke bürgerliche Prägung sowohl der hiesigen SPD als auch der hiesigen Linken zeigt sich in der hier aufgeführten Quote übrigens bereits recht deutlich.

In diesem Sinne ist die Vorschlagsrunde eröffnet: Welche Kandidatenstatistik(en) würdet ihr hier gerne lesen?

Akademiker
Absolute Verteilung von Akademiker/inenn über die sieben zugelassenen Wahlvorschlagslisten.