Kommunalwahl 2014

JU-Kandidatencheck: André Weber (Listenplatz 5)

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WahlaufrufIn den verbleibenden 48 Stunden vor der Wahl wollen wir hier im Blog die Mitglieder der Jungen Union vorstellen, die zur Kommunalwahl am 25. Mai auf der Liste der CDU Wernigerode kandidieren. Heute: André Weber, Jahrgang 1988, Student der Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule Harz, kandidiert auf Listenplatz 5.

Seit wann bist du schon Mitglied der CDU und weshalb bist du eingetreten?

Ich bin im Dezember 2005 – damals mit 17 Jahren – in die CDU eingetreten. Ich hatte mich schon recht früh für Politik interessiert und wollte irgendwann nicht nur von der Zuschauerbank beobachten, sondern mitgestalten. Ich entschied mich dann nach der Bundestagswahl 2005 in die CDU einzutreten und habe es bis heute nicht bereut. Ganz im Gegenteil: Veränderung und Fortschritt kommt immer aus der Mitte der Gesellschaft und nicht von ihren Rändern.

Was interessiert dich an Politik auf kommunaler Ebene?

Gute Frage. Eigentlich alles. Die Themen sind sehr geerdet. Es geht immer um die Probleme, die direkt vor der Tür liegen, und deren Lösung. Wenn wir als Bürger unser Gemeinwesen gestalten wollen, dann fangen wir damit doch einfach direkt vor Ort an. Ich empfinde es persönlich auch als sehr angenehm, dass es nur in zweiter Linie um Politik geht, sondern darum die Sorgen der Bürger ernst zu nehmen, die aktuellen Probleme aufzugreifen und auch über Parteigrenzen hinweg an konstruktiven Lösungen zu arbeiten. Genau hierfür bekommt man eben auch gleich eine Rückmeldung vom Bürger und dies ist gut so, denn auch – vielleicht sogar gerade – in der Kommunalpolitik übernimmt man direkt für seine Stadt und deren Bürgerinnen und Bürger Verantwortung.

Inhaltlich habe ich mich in den letzten 5 Jahren als Stadtrat im Ordnungs- sowie im Wirtschaftsausschuss eingebracht. Daneben pflege ich auch regelmäßig meine Leidenschaft zu Zahlen und versuche im Finanzausschuss daran mitzuarbeiten, dass Generationengerechtigkeit nicht zu einer Phrase verkommt, die alle paar Jahre während der Wahlen und Wahlkämpfe gepredigt wird.

Peter Tauber
Beim Stadtrundgang mit dem späteren CDU-Generalsekretär Dr. Peter Tauber und Heike Brehmer (Foto: Holger Wegener).

Warum kandidierst du für den Stadtrat und für welche Ziele möchtest du dich dort einsetzen?

Ich finde es besonders wichtig, dass junge Menschen sich in den Kommunalparlamenten engagieren. Nicht weil Jugend irgendein Qualitätsmerkmal für gute Politik ist, sondern weil am ehesten ein junger Mensch die Interessen seiner Generation vertreten kann. Die Nachhaltigkeit von Entscheidungen und Beschlüssen wird für einen selbst umso wichtiger.

Ich persönlich möchte meinen Beitrag dazu leisten, dass Wernigerode weiter voran kommt. Dazu brauchen wir auch in Zukunft Entscheidungen mit Weitblick, die die Chancen, aber auch die Risiken von Beschlüssen mit Augenmaß abwägen. Ganz konkret möchte ich mich u.a. für die schnellstmögliche Rückführung der Gewerbesteuererhöhung, für eine nachhaltige (!) touristische Entwicklung in Wernigerode und in Schierke, für die Stärkung des Ehrenamtes, für die Entwicklung des Ochsenteichgeländes zum Festplatz und für eine Verkehrspolitik in Wernigerode einsetzen, in der Autofahrer nicht unentwegt gegängelt werden.

Bei diesen und anderen Themen, die sich zum Teil auch erst in den kommenden 5 Jahren ergeben, werde ich meinem Credo treu bleiben und als Ihr Vertreter im Stadtrat die Diskussion mit Ihnen suchen. Genauso wie ich in der Vergangenheit Ihre Anregungen und Wünsche aufgegriffen, eingebracht und weitestgehend umgesetzt habe, möchte ich dies auch weiter tun.

Wie lautet dein persönlicher Tipp für die Sitzverteilung im neuen Stadtrat?

Für die Beantwortung dieser Frage fehlt mir persönlich die Glaskugel. Die Entscheidung liegt nun bei den Wählerinnen und Wählern. Ich setze auf Ihre Unterstützung für mich als Kandidaten der CDU und hoffe natürlich, dass die CDU-Fraktion wieder mit einem starken Mandat ausgestattet ist. Ansonsten hoffe ich, dass im nächsten Stadtrat wieder eine Mehrheit von Räten vertreten ist, denen es in erster Linie um die Entwicklung unserer Heimatstadt Wernigerode, denn genau dafür lohnen sich Engagement und Einsatz!

André Weber
Bei der ersten Diskussion unseres Kommunalwahlprogramms vor der Mitgliederversammlung der CDU Wernigerode.
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JU-Kandidatencheck: Christian Reinboth (Listenplatz 12)

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Christian ReinbothIn den verbleibenden 48 Stunden vor der Wahl wollen wir hier im Blog die Mitglieder der Jungen Union vorstellen, die zur Kommunalwahl am 25. Mai auf der Liste der CDU Wernigerode kandidieren. Heute: Christian Reinboth, Jahrgang 1980, Diplom-Wirtschaftsinformatiker (FH), kandidiert auf Listenplatz 12.

Seit wann bist du schon Mitglied der CDU und weshalb bist du eingetreten?

Ich bin 2005 kurz nach meinem Studienabschluss an der Hochschule Harz in die CDU und in die Junge Union eingetreten. Eigentlich hatte ich schon als Student mit einem Eintritt geliebäugelt, habe mich aber zurückgehalten, weil ich mich voll auf mein Studium konzentrieren wollte. Nach dem Abschluss habe ich mich dann hier in Wernigerode mit der Mitgründung eines Unternehmens selbständig gemacht und hatte den Eindruck, mich jetzt auch in die Kommunalpolitik stürzen zu können. Schon 2006 wurde ich dann in den Vorstand der JU Wernigerode gewählt, seit 2008 bin ich zudem Mitglied im CDU-Stadtvorstand. Zur Kommunalwahl im Jahr 2009 habe ich schon einmal kandidiert, den Einzug mit knapp unter 100 Stimmen aber klar verpasst. Seit dieser Wahl sitze ich allerdings für die CDU-Fraktion als sogenannter Sachkundiger Einwohner im Wirtschafts- und Liegenschaftausschuss und nehme dieses Jahr auf Listenplatz 12 einen zweiten Anlauf.

Für die CDU habe ich mich damals entschieden, weil sich die bürgerlich-konservative Politik der Christdemokraten schon immer am besten mit meinen persönlichen Lebenseinstellungen gedeckt hat. Wer mich kennt weiß, dass ich natürlich längst nicht immer mit jeder Position meiner Partei – beispielsweise in Fragen der Umwelt- oder Netzpolitik – übereinstimme und durchaus auch mal öffentliche Kritik übe. Für mich gehört aber auch das zu einer lebendigen und demokratischen Partei dazu – und gelegentlich ändern sich ja sogar bundespolitische Standpunkte, die über Jahrzehnte als unverrückbar galten (man denke nur an den Atomausstieg).

Was interessiert dich an Politik auf kommunaler Ebene?

Ich halte die Kommunalpolitik für den am meisten unterschätzten politischen Bereich. Die leider oft sehr niedrige Wahlbeteiligung bei Stadtrats-, Kreistags- oder auch Landratswahlen zeigt, dass viele Bürgerinnen und Bürger die Politik auf kommunaler Ebene für unwichtig halten und nicht glauben, dass kommunale Entscheidungen sich auf ihr Leben auswirken. Das Gegenteil ist aber der Fall: Ob in einer Stadt oder Kommune ein Schwimmbad, eine Bibliothek, ein Tierpark oder ein Museum dauerhaft gehalten werden können, ob es dort familienfreundliche Möglichkeiten der Kinderbetreuung gibt oder ob Unternehmer gute Ansiedlungsbedingungen vorfinden, hängt in hohem Maße davon ab, wie verantwortungsbewusst Stadträte, Ortschaftsräte und Kreistagsmitglieder handeln und entscheiden. Gerade auf kommunaler Ebene ist Politik oft alltagsnah und greifbar – und eben das begeistert mich.

Wolfgang Böhmer
Als Teilnehmer einer Podiumsdiskussion mit unserem damaligen Ministerpräsidenten Wolfgang Böhmer zur wirtschaftlichen Entwicklung Sachsen-Anhalts durfte ich im Herbst 2008 dem Zukunftsforum der Bundes-CDU in Dresden beiwohnen.

Warum kandidierst du für den Stadtrat und für welche Ziele möchtest du dich dort einsetzen?

Meine Frau und ich (und sicher auch unsere Tochter, die uns das allerdings noch nicht sagen kann) leben sehr gerne in Wernigerode, auch wenn es uns aus ganz anderen Gegenden hierher verschlagen hat- und ich halte es für wichtig, dass man sich dort, wo man gerne lebt, auch ehrenamtlich engagiert und positiv einbringt. Neben meiner Mitarbeit in diversen Vereinen in und um Wernigerode kann ich dies in der Kommunalpolitik am besten tun.

Im Falle eines Wahlerfolgs möchte ich mich vor allem für die Ausweitung der Bürgerbeteiligung in der Wernigeröder Kommunalpolitik einsetzen, wobei ich insbesondere die Einführung eines offenen Bürgerhaushalts für sinnvoll halte. Als jemand, der zumindest einigen Wintersportträumen hier im Harz kritisch gegenübersteht – insbesondere dann, wenn sie auf eine künstliche Schneeerzeugung setzen – stehe ich außerdem für eine kritische Begleitung der weiteren Schierker Ortsentwicklung. Zwei Ziele übrigens, die sich auch sehr gut miteinander verbinden lassen, denn schließlich hätten sich viele Bürgerinnen und Bürger an der Entscheidung für oder gegen die Schierke-Arena sicher sehr gerne in der einen oder anderen Form mitbeteiligen wollen. Hinsichtlich zukünftiger Vorhaben – wie etwa der weiteren Entwicklung des Winterbergs – sollten daher mehr Beteiligungsmöglichkeiten geschaffen werden.

Wie lautet dein persönlicher Tipp für die Sitzverteilung im neuen Stadtrat?

Gerade angesichts der hitzigen Debatten der letzten Wochen um den Bau der Schierke-Arena und die Forderung nach mehr Bürgerbeteiligung in Wernigerode, fällt mir jede Prognose schwer. Dass die NPD durch den Verzicht auf die Nominierung von Kandidaten nach fünf Jahren wieder aus dem Stadtrat ausscheidet, ist auf jeden Fall schon mal ein Gewinn für die demokratische Kultur in Wernigerode. Den Piraten, die dieses Jahr erstmals zur Kommunalwahl antreten, traue ich dagegen durchaus den Sprung in den Stadtrat zu – allerdings nicht in Fraktionsstärke. Meine eigene Partei halte ich für so gut aufgestellt, dass die Verteidigung des Status als stärkste Fraktion hoffentlich gelingen wird. Mein – mit großer Unsicherheit behafteter – Tipp für die Verteilung der 40 Sitze lautet daher:

CDU – 13
SPD – 12
Linke – 9
Haus & Grund – 3
Grüne – 1
FDP – 1
Piraten – 1

Wahlkampfstand
Beim Straßenwahlkampf mit Angela Gorr MdL auf dem Wernigeröder Nikolaiplatz während der erfolgreichen Erstkandidatur von Heike Brehmer MdB für den Deutschen Bundestag im Jahr 2009.
Kompetenzteam Wissenschaft
Als Mitglied im CDU-Kompetenzteam Wissenschaft und Bildung zusammen mit Dr. Florian Schmidt, Dr. Oliver Franke und Thomas Toppel im Superwahljahr 2009.